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Beratung und Pflege Hydropflanzen

Ein paar Tipps

 

Aus Büros, Einkaufszentren, Schwimmhallen, Hotels und Restaurants sind Bepflanzungen in Hydrokulturen nicht mehr wegzudenken.

Was sind die Vorteile der Hydrokultur?

  • Einfache Pflege
  • sichere Langzeitversorgung mit Wasser und Nährstoffen
  • Langlebigkeit der Pflanzenzusammenstellung
  • Sauberkeit des Systems
  • Raumklimaverbesserung
  • Repräsentation
  • Raumteilerfunktion

Warum Hydrokultur am Arbeitsplatz?

Im Gegensatz zum Wohnbereich spielt am Arbeitsplatz die Funktionalität der Hydrokulturen eine noch entscheidendere Rolle. Die Begrünung dient hier eher sachlichen Zwecken. Gerade in Großraumbüros ist die vom Fachmann geplante Hydrokultur:

  • natürliches Element
  • positive Umweltgestaltung
  • optische Abschirmung
  • Ruhepunkt für das Auge
  • Gegenpol zur "genormten" Umgebung
  • ein Stück Transparenz und leichte Auflockerung
  • Verbesserung der akustischen Abschirmung
  • Verbesserung der Luftzusammensetzung

Was ist eigentlich Hydrokultur?

Das Prinzip der Hydrokultur ist relativ einfach: In der erdlosen Kultur lösen die Pflanzen die zu ihrer Entwicklung notwendigen Nährstoffe nicht aus der Erde, sondern nehmen sie direkt aus der optimal abgestimmten Nährlösung auf. Den nötigen Halt bekommen die Pflanzen durch die Einbettung in ein Tongranulat.

Welches Zubehör wird benötigt?

  • Pflanzgefäße, wasserdicht und säurebeständig für die Aufnahme des Einsatzes (oder mehrerer - je nach Gefäßgröße).
  • Der Kulturtopf mit seitlichen Schlitzen zur Wasseraufnahme umgibt den Wurzelballen der Pflanze und erleichtert ein eventuelles Umsetzen.
  • Tongranulat gibt der Pflanze den nötigen Halt, ist pflanzenfreundlich.
  • Vollnahrung in loser Form oder als Nährstoffbatterie verhindert Pflanzenschäden durch Überdüngung.
  • Wasserstandsanzeiger zur Überwachung des Nährlösungsvorrates

Welches Material gibt den sicheren Halt?

In mehr als 95 Prozent der verwendeten Hydrokulturgefäße und -anlagen dient Blähton als Füllsubstrat. Es erfüllt alle an das Material gestellten Anforderungen. Es ist indifferent (gibt keine chemischen Stoffe an die Nährlösung ab), fault nicht, ist frei von Krankheitserregern, locker, leicht, porös, formstabil, in unterschiedlichen Körnungen erhältlich, griffig, ästhetisch ansprechend und preiswert. Darüber hinaus ermöglicht es die notwendige Wasserführung und Sauerstoffversorgung der Wurzeln.

Welche Pflanzen eignen sich für die Hydrokultur?

Fast alle gesunden Grünpflanzen im Entwicklungsstadium eignen sich für die Hydrokultur, ebenso wie viele Blütenpflanzen .

Wie funktioniert das Gießen und Düngen?

Wasser steht den Pflanzen in Hydrokultur bei richtiger Pflege stets ausreichend zur Verfügung. Die Kapillarität des Blähtons sorgt für eine optimale Versorgung der Flora mit Nährlösung. Durch die Wasserhaltekraft des Blähtons ist auch bei gesunkenem Wasserstand die Versorgung der Pflanzen noch ausreichend, so daß erst wieder Wasser aufgefüllt werden muß, wenn der Wasserstandsanzeiger schon einige Tage auf "Minimum" steht. Wie bei Erd- und Semikulturen werden auch bei der Hydrokultur die meisten Pflegefehler beim Gießen gemacht. Wichtig: Wenn der Wasserstand längere Zeit auf "Maximum" steht, ist die Versorgung der Wurzeln mit Sauerstoff nicht ausreichend gewährleistet.

Was muß bei der Pflege berücksichtigt werden?

Oftmals wird die "Pflegeleichtigkeit", mit der die Hydrokulturen beworben werden, mit "Anspruchslosigkeit" verwechselt. Dabei unterscheiden sich die drei möglichen Kultursysteme (Erdkultur, Hydrokultur, "Anstauverfahren" = Erdballen plus Tongranulat) in Puncto Pflanzenpflege nicht wesentlich. Alle Pflanzen benötigen zum optimalen Gedeihen Licht, Wärme, Wasser, Luft und Nährstoffe. Hydrokulturen leisten Gewähr für gesunde Pflanzen mit optimalen Nährstoff-, Wasser- und Luftbedingungen im Wurzelbereich. Für die restlichen Wachstumsfaktoren - Licht, Wärme und Luft im "oberirdischen" Raum – ist die Wahl des Pflanzenstandortes verantwortlich. Wichtig ist vor allem, daß die Pflanzen genügend Licht erhalten. Der Bedarf hängt von ihrer Art und Herkunft ab. Es gilt: Wer zu Hause im Urwald lebt, ist auf ein Schattendasein eingestellt; wer aus der Wüste kommt, kann auch mal pralle Sonne vertragen (Kakteen und andere Sukkulenten).

Was können Blätter verraten?

An den Laubblättern kann man bereits erkennen, welche Lichtwerte für die Pflanze am günstigsten sind.

  • Großer Lichtbedarf (Erhalt: 15OO Lux, Wachstum / Blütenbildung: 3OOOLux) - keine oder wenige kleine Blätter - bunte Blätter (Beispiel: Ficus benjamina, Phoenix-Palmen, Yucca, Coleus, Codiaeum-Sorten, Eurphorbia, Anthurien
  • Mittlerer Lichtbedarf (Erhalt: 1OOO Lux, Wachstum / Blütenbildung: 2OOO Lux) -gegliederte, hartlaubige Blätter (Beispiel: Monstera, Philodendron, Aralia, Asparagus, Efeu,Ficus pumila)
  • Geringer Lichtbedarf (Erhalt: 5OO Lux, Wachstum/Blütenbildung: 1OOO Lux) - viele, breite, weiche Blätter (Beispiel: Areca-Palme, Bergpalme, Aglaonema, Calathea, Dracaena,Marantha, Nephrolepis, Scindapsus, Saintpaulia)

Was für uns noch "hell" scheint, kann für die Pflanzen schon zu dunkel sein. Allerdings sollte "hell" nicht mit "sonnig" gleichgesetzt werden. Die meisten Pflanzen vertragen direktes Sonnenlicht nicht. Der Lichtwert nimmt übrigens mit der Entfernung vom Fenster sehr schnell ab. Schon 5O Zentimeter Entfernung können 5O Prozent weniger Licht bedeuten.Auch Balkone und Gardinen mindern den Lichteinfall. Ist die natürliche Belichtung zu gering, sollte eine Pflanzenleuchte (eventuell auch mehrere) die notwendige Helligkeit geben.

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